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Kurkuma


© Tukaram.Karve/Shutterstock.com

Kurkuma, auch Gelbwurz genannt, ist vor allem als Gewürz bekannt. Es ist ein wichtiger Bestandteil von Currypulver, einer Mischung aus verschiedenen Gewürzen. Der enthaltene Farbstoff Curcumin gibt dem Curry seine charakteristische gelbe Farbe.

In Indien findet Kurkuma seit mehreren tausend Jahren Verwendung, zum einen in der Küche, zum anderen in der traditionellen Heilkunst. Auch die moderne Medizin hat Kurkuma für sich entdeckt. Denn die Wurzel enthält ätherische Öle, die die Bildung von Gallensaft anregen und so die Verdauung fördern und bei Verdauungsstörungen helfen. Neuere Studien deuten auf entzündungs- und krebshemmende Wirkung von Kurkuma hin, jedoch fehlen noch genauere Untersuchungen.

Wissenschaftlicher Name: Curcuma longa.

Charakteristik

Die Heimat von Kurkuma ist wahrscheinlich Indien. Heute wird die Pflanze aus der Familie der Ingwergewächse darüber hinaus in tropischen Gebieten Südostasiens angebaut. Die lilienartigen Blätter sind bis zu 1,2 Meter lang, die Pflanze kann eine Wuchshöhe von bis zu einem Meter erreichen. Die Blüten bestehen aus einem zapfenartigen gelbe Blütenstand und blassgrünen, zu Taschen vereinigten Hochblättern. Verwendung findet nur der Wurzelstock, dessen Wurzeln am Ende zu elliptischen Knollen verdickt und innen gelblich-braun gefärbt sind.

Anwendungsbereiche

Innere Anwendung: bei Verdauungsstörungen, besonders bei Völlegefühl
Volksmedizin (innerlich): bei Oberbauchschmerzen, Blähungen, Durchfall, Fieber, Wassersucht, Bronchitis, Erkältungen, Würmern, Lepra, Nieren- und Blasenentzündungen, Kopfschmerzen und Koliken
Volksmedizin (äußerlich): Wunden, Augenentzündungen, Hauterkrankungen, Prellungen und Entzündungen der Mundschleimhaut
Indische Medizin: bei Entzündungen, Wunden, Juckreiz, Bauchbeschwerden, Blähungen, Verstopfung und Koliken
Chinesische Medizin: bei Brust, Rippen- und Bauchschmerzen, Leber- und Magenschmerzen, Nasenbluten, blutigem Erbrechen und Hitzschlag

Sonstige Verwendung

Haushalt: als Gewürz, vor allem in Curry
Landwirtschaft: in Reis und Weizen zur Abwehr von Insekten
Industrie: als Färbemittel von Nahrungsmitteln, Kosmetika, Stoffen, Lacken, Papier und Leder

Dosierung

Tagesdosis: 1,5–3 g Droge
Tee: 1,3 g (knapper Teelöffel) auf 150 ml Wasser, 10–15 min. ziehen lassen, 2–3 Tassen zwischen den Mahlzeiten
Tinktur (1:10): 10–15 Tropfen 2–3 mal täglich
Pulver: 2–3 mal täglich nach den Mahlzeiten

Hinweise

Bei längerem oder übermäßigem Gebrauch können Magenbeschwerden auftreten.

Patienten, die an Gallensteinen oder einem Verschluss der Gallenwege leiden, sollten Kurkuma nur nach Absprache mit dem Arzt verwenden.


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