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Zimt


© Oksana Shufrych/Shutterstock.com

Erwähnungen in römischen und griechischen Schriften belegen: Auf dem europäischen Kontinent war Zimt bereits in der Antike bekannt. Da er aus dem asiatischen Raum gehandelt werden musste, zählte er lange Zeit zu den äußerst kostbaren Gewürzen. 1765 begannen die Holländer den planmäßigen Zimtanbau in Sri Lanka (damals Ceylon), später auch in ihren Kolonien Java und Sumatra. Auch heute stammt der auf dem Markt erhältliche Zimt fast ausschließlich aus Kulturen.

Wissenschaftlicher Name: Cinnamomum zeylanicum.

Charakteristik

Zimt ist ein 6–12 m hoher, immergrüner Baum mit dichter Belaubung und blaßbrauner Rinde. Anfangs sind die Blätter rötlich, später grün. Sie erreichen eine Länge von bis zu 12 cm und eiförmig bis länglich. Charakteristisch ist ihr nelkenähnlicher Geruch. Unangenehm riechen die weißlich-grünen Blüten der Pflanzen. Sie stehen locker in endständigen Rispen und sind seidig behaart. Die Frucht ist beerenartig und kurzstachelig.

Medizinisch verwendet werden das Zimtöl (aus der Rinde gewonnen), das Zimtblätteröl (aus den Blättern gewonnen) sowie die Zimtrinde (aus der Rinde junger Schößlinge gewonnen). Die Hauptkomponente der ätherischen Öle ist Zimtaldehyd. Es wirkt fungistatisch, antibakteriell sowie motilitätsfördernd auf den Verdauungstrakt.

Anwendungsbereiche

Innere Anwendung: bei Appetitlosigkeit und dyspeptischen Beschwerden
Volksmedizin: innerlich bei Durchfällen, Wurmbefall, Erklärung und Grippe; äußerlich zur Wundreinigung
Indische Medizin: bei Zahnschmerzen, Mundgeruch, Übelkeit und Erbrechen
Sonstige Verwendung: als Gewürz in Lebensmitteln; als Zusatz in Zahnpasten, Mundwässern, Parfums, Seifen und Kosmetikprodukten

Dosierung

Tagesdosis: 2–4 g Droge
Mittlere Einzelgabe: 1 g Droge

Risiken und Nebenwirkungen

Bei bestimmungsgemäßer Anwendung therapeutischer Dosen der Droge sind keine Risiken bekannt. Allerdings sollten Schwangere Zimt nicht anwenden.
Allergische Reaktionen sind möglich. Insbesondere der Wirkstoff Zimtaldehyd besitzt ein hohes Sensibilisierungsrisiko.

Das im Zimt enthaltene Phenylpropanoid Cumarin kann in hoher Konzentration die Leberfunktion beeinträchtigen und die Wirkung gerinnungshemmender Medikamente verstärken. Cassia-Zimt weist eine deutlich höhere Cumarin-Konzentration auf als Ceylon-Zimt.


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